Kleinprojekte

Das IMST-NaWi-Netzwerk Wien fördert niederschwellig Schulprojekte mit naturwissenschaftlichem Bezug. Schulen, die an einer Förderung interessiert sind, finden unter Förderung von Kleinprojekten mehr Informationen. 

Hier stellen wir einige der von uns geförderten Kleinprojekte vor: 

Fußtritt-Klavier

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Im Rahmen des Physik- und Informatikunterrichts baute die 6b der AHS Maria Regina ein Fußtritt-Klavier (Projektidee: Nicolette Doblhoff). Vieles musste dabei neu gelernt werden:  Welche elektronische Schaltung muss ich bauen? Wie kann man „Klaviertasten“ bauen, die so groß sind, dass man draufsteigen kann? Wie verbinde ich den „Arduino“ mit der elektronischen Schaltung? Wie gebe ich die Befehle für die Steuerung des Lautsprechers ein? Diese und viele weitere Fragen mussten wir klären – aber es ist gelungen!

Eine der größten Herausforderungen war die elektronische Schaltung und Verkabelung des Arduino mit der Schaltung und den Fußtritttasten. Um den „Arduino“ programmieren zu können, mussten wir erst einmal einen Gedankensprung zur „Mathematik der Musik“ machen, um die Frequenzen der Töne zu ermitteln. Anschließend ging es im EDV-Unterricht um das Programmieren, so dass bei jedem Tastendruck der richtige Ton erzeugt wird. Die letzte Herausforderung war das Anschließen der „Fußtritt-Klaviertasten“, welche davor von der Klasse 7A im Physikunterricht aus „Lasagne-Behältern“ und Schaumgummistreifen gebastelt worden waren. Je mehr Tasten (und somit Töne) es wurden, desto schwieriger wurde es, die Kabel richtig zuzuordnen. Sorgfältiges Arbeiten wurde nötig, aber es machte dafür auch immer mehr Spaß, mit den schon vorhandenen Tönen herum zu experimentieren.

Es war ein interessantes Projekt, bei dem die Schönheit der Musik mit Mathematik, Physik und Informatik verschmolzen ist. Und gerade deswegen hat es so viel Spaß gemacht.

Nachhaltige Staudenpflanzung

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Bei diesem durch das NaWi-Netzwerk Wien geförderte Projekt wurden rund 80 winterharte, mehrjährige und vielfach heimische Stauden im Schulgarten des BRG 19 Krottenbachstraße gepflanzt. Diese sind besonders nachhaltig, da sie den Garten aufgrund ihrer Langlebigkeit für viele Jahre beleben. Stauden bieten ein wertvolles Gestaltungselement im Garten. Gut geplante Staudenpflanzungen bestehen aus einer vielfältigen Mischung blühender Pflanzen. Sie bieten Nahrung und Unterschlupf für zahlreiche Insekten welche wichtige Nützlinge im Garten sind. Da Stauden als mehrjährige, winterharte Pflanzen über einen sehr langen Zeitraum am entsprechenden Standort erhalten bleiben, wird die Beobachtung der bepflanzten Fläche unter anderem auch im Hinblick auf Blütenbesucher und das Wachstum der Pflanzen in Abhängigkeit der Standortbedingungen (Lichtverhältnisse, Wasser, Nährstoffe, Mikroklima) für die SchülerInnen möglich. Im Zuge des Schlüsselqualifikationsmoduls „Ökologisches Garten- und Grünraummanagement“ wurden auch die gärtnerischen Pflegemaßnahmen (Gießen, Düngen, Bodenlockerung und Bodenverbesserung) von SchülerInnen, unter Anleitung des Lehrers, selbst durchgeführt. Die Pflege sowie die Beobachtung der gestalteten Fläche ermöglicht neben der Thematisierung im Wahlmodul auch eine Einbindung in den regulären naturwissenschaftlichen Unterricht. Dies eröffnet die Option auch weitere Gruppen bzw. Klassen in dieses Projekt einzubinden und damit möglichst vielen Jugendlichen eine Teilnahme anzubieten.

 

Bau einer Ionenfalle und eines Interferometers

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Eine Projektgruppe, bestehend aus Schüler*innen des Wahlpflichtfachs Informatik und der Physikolympiade des GRG 11 Geringergasse, hat sich ein hohes Ziel gesteckt: Gemeinsam wollten sie Versuche bzw. Simulationen zur modernen Physik nachbauen. Unterstützt durch Vorlagen, die am CERN entwickelt wurden, gestalteten die Schüler*innen gemeinsam mit Prof. Karin Galle eine Simulation eines Linearbeschleunigers sowie ein Interferometer.

 Eine Gruppe von Schülerinnen hat sich mit dem Aufbau des Linearbeschleunigers beschäftigt: Hier mussten auf einem lagen Plexiglasrohr Halterungen und Kupferbänder montiert werden, die danach verkabelt wurden. Um den Aufbau korrekt umzusetzen waren mehrere Ansätze notwendig. Die Schülerinnen haben dafür sogar eine zusätzliche Zeit in der Schule verbracht.

Die Herausforderung des Interferometers lag vor allem in einem geeigneten Aufbau. Schülerinnen und Schüler der 11. Schulstufe, die im Rahmen des regulären Physikunterrichts den Versuch von Michelson und Morley kennen gelernt haben, konnten das theoretisch Gelernte direkt „hands-on“ umzusetzen. Es war schön, diesen „Aha-Effekt“ zu erleben.

Eine Ionenfalle soll in naher Zukunft noch hinzukommen. 

Bepflanzung unserer Baumscheibe

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Immer mehr Bezirksteile in Wien („Grätzln“) werden durch Projekte verschönert, bei denen die Anwohner*innen selbst aktiv werden. Die Gebietsbetreuung Stadterneuerung (https://www.gbstern.at/) ruft in diesem Zusammenhang neben vielen anderen Initiativen dazu auf, Baumscheiben (also das Erdreich rund um im öffentlichen Raum stehende Bäume) zu bepflanzen. Auch vor unserer Schule, dem BRG 14 Linzerstraße, gibt es so eine Baumscheibe, die lange Zeit ein recht tristes Dasein gefristet hat: Abfälle, Hundekot und harter Erdboden machten es der Flora nicht leicht sich durchzusetzen. Durch ein vom IMST-NaWi-Netzwerk Wien gefördertes Kleinprojekt war es unserer Schule nun möglich, diese Baumscheibe mit einer Begrenzung zu versehen und sie zu bepflanzen. Die Klasse 2f unter Anleitung von Prof. Julia Wurmthaler hat dazu im Werkunterricht eine sonnengelbe Begrenzung gebaut und gemeinsam mit Lehrer*innen aus dem Klassenteam hitzeresistente Pflanzen ausgewählt und gepflanzt. Für den Sommer wurde ein Gießplan erarbeitet, nach dem die Schüler*innen abwechselnd in den Sommerferien die Bewässerung übernehmen. Nun erstrahlt die Baumscheibe in neuem Glanz und bildet einen wunderschönen Eingang für unser Schulgelände.

Wir danken dem IMST-NaWi-Netzwerk für die finanzielle Unterstützung, der Gebietsbetreuung Stadterneuerung für die rasche Genehmigung, der Gärtnerei Krepela für die erstklassige Beratung sowie der MA 48 für das Sponsoring von Erde und Kompost.